Servicehotline 034 25 / 89 06-0
 

Ein traditionsreiches UnternehmenGeschichte

Der Anfang des Unternehmens

Firmengründer Johann Heinrich SchmidtJohann Heinrich Schmidt war der Gründer des traditionsreichen Unternehmens.
Am 12. Dezember 1837 eröffnete er mit Mut und Zuversicht als Klempnermeister in der Färbergasse 9 eine eigene Werkstatt.

Mit dem, am gleichen Tag, ausgestellten Meisterbrief erhielt er die Genehmigung als Landmeister und die Berechtigung, als Meister in der Stadt Wurzen "Blei zu gießen, Türme zu decken und in den Häusern Arbeiten aus Blei, Weiß- und Schwarzblech vorzunehmen, sowie auch Arbeiten in Messing auszuführen".

Schmidt führte in der nahe gelegenen Stadtmühle Reparaturen aus.
Er entwickelte Elevatoren, die er sich, weil sie sich gut bewährten, patentieren ließ.
Bald erhielt er Aufträge für die Fertigung von in- und ausländischen Mühlen.

Später wurde der Becher vervollkommnet und zur Beförderung von Kohle, Erzen und Sand ausgebildet. Schließlich ging man auch zum Bau von Transportschnecken, Förderbändern und ganzen Transportanlagen über.

Der zweite Sohn des Betriebsgründers, Heinrich August Schmidt, kaufte nach Erwerb des Klempnermeistertitels am 01. April 1874 das Unternehmen und führte es als "H. Aug. Schmidt, Klempner & Eisenwarengeschäft" weiter.

Die Elevatoren erfreuten sich einer ständig steigenden Nachfrage. Seit 1878 hatten die Becher eine Form, welche die Transportleistung auf das Dreifache steigerte. Zunächst wurden für leichtes Schüttgut flachbombierte Becher hergestellt, später kamen größere tiefbombierte Becher für Getreide hinzu.

Schon 1879 war das Unternehmen auf überregionalen Fachmessen vertreten.

Aus der Klempnerwerkstatt wird eine Fabrik

Bis 1891 erweiterte sich das Angebot der "Blechwarenfabrik" um Dachrinnen, Fallrohre und Dachverkleidungen aus Zinkblech.
Keksdosen wurden zu Tausenden gefertigt.
Elevatorbecher und Versanddosen machten 90 % der Produktion aus. Für die Herstellung der Förderbänder, Förderschnecken, Kettenförderer, Schrägaufzüge, Gleisseilbahnen, Silo- und Speichereinrichtungen war die Werkstatt in der Färbergasse schon lange zu klein geworden.

1889 wurden 18 Arbeiter beschäftigt.
Damit war auch in dieser Hinsicht der Rahmen eines Handwerksbetriebes längst gesprengt.

Werksgelände

Schmidt erwarb ein Gelände zwischen den Bahnhofsanlagen und der Nemter Straße und baute hier ein zweigeschossiges Hauptgebäude mit zwei anstoßenden Seitenflügeln, die 1890 bezogen werden konnten.
Die Anlage wurde über eine Drehscheibe mit der Staatsbahn verbunden.

Nun konnte auch eine Dampfkraftanlage zum Betrieb der Werkzeugmaschinen installiert werden.
Später entstanden Gebäude für die Beizerei, Verzinnerei und Verzinkerei, 1908 zudem eine große Montagehalle für Bagger und Krane sowie eine geräumige Blechschlosserei.

1910 erhielt Schmidt den Titel eines Großherzoglich Sächsischen Kommerzienrates.

Das 75. Gründungsjubiläum wurde im Jahr 1912 mit den inzwischen zweihundert Beschäftigen feierlich begangen.

Da Schmidt zunehmend durch Zuckerkrankheit in seiner Arbeit behindert wurde, entschloss er sich 1914 zum Verkauf des Unternehmens.
Er gewann dafür einen entfernten Verwandten, den Ingenieur Paul Schulz.
ln Wurzen wurde er zunächst Mitinhaber des Unternehmens, das nun als Kommanditgesellschaft firmierte.
Ab 1916 war er alleiniger Inhaber.

Vier Wochen nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Schulz eingezogen und 1915 nach schwerer Erkrankung aus dem Kriegsdienst entlassen.
Schmidt schied während der Inflation aus dem Unternehmen und starb 1925.
Paul Schulz verstarb 1933.

Im Mai 1934 erteilte die Inhaberin Hertha verw. Schulz ihrem älteren Sohn, dem Ingenieur Paul Schulz sowie dem Kaufmann Erich Hofmann Prokura.
Paul Schulz jun. hatte die technische Leitung inne und Erich Hofmann die kaufmännische.

Zum hundertsten Gründungstag im Jahre 1937 übertrug Hertha Schulz ihrem zweiten Sohn Ernst Schulz, ihre Firmenrechte.
Während des Krieges wurden Paul und Ernst Schulz eingezogen, kehrten jedoch gesund zurück.

Wiederaufbau und Verstaatlichung

Von September 1945 bis Anfang 1946 wurde der Betrieb von der russischen Besatzungsmacht bis auf drei Maschinen demontiert.
Es gelang jedoch, die Produktion wieder in Gang zu setzen.

Am 1. Januar 1959 wurde staatliche Beteiligung aufgenommen. Am 1. Mai 1972 erfolgte die Verstaatlichung zum VEB Baggerbau.
Paul Schulz war bereits mit seinem Tod am 9. April 1974 ausgeschieden.
Ernst Schulz gab, nach Erreichen des Rentenalters 1977, seine Funktion als Werkdirektor ab.

Im Zuge des Zusammenschlusses kleiner VEB gleicher Branche innerhalb des Wirtschaftsrates Leipzig, wurde zum 1.1.1978 der VEB Fördertechnik im Kombinat Leipziger Metallbau gebildet.

Die Produktionspalette umfasste Eimerkettenbagger, Bohrgeräte für geologische Bohrungen, Anbaugeräte für Gabelstapler sowie Förderschnecken und -becher.
 

Baggeranlagen

In eigenen Händen

Am 1. Mai 1990 konnte der VEB als "H. Aug. Schmidt Transportanlagen GmbH" reprivatisiert werden.
Ing. Frank Schulz, der jüngere Sohn von Ernst Schulz, übernahm als Geschäftsführer die Leitung des Betriebes.

Die Entwicklung und Produktion von Gurtbandförderern wurde erweitert.

Im Jahr 2008 übergab Frank Schulz die Leitung des Geschäftes an seinen Sohn Jörg Schulz.

Unsere Webseite nutzt Cookies, um diese für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies und Ihrem Widerrufsrecht erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Verstanden